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Freitag, 28. März 2014

Textfragment Zersplitterung (Eskalationsstufe 8)

e-mail: an die Geschäftsleitung
cc Frau Kollegin

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsleitung!

Ich wurde soeben informiert, dass für morgen Früh eine Besprechung anberaumt wurde. Wie ich über Umwege erfahren habe, wird von meiner Seite eine Präsentation über die, bereits bei unserem letzten Treffen kurz besprochenen Ergebnisse, erwartet. Um Ihnen eine entsprechende Auswertung liefern zu können bitte ich Sie, den Termin auf nächste Woche zu verschieben. Ich lege großen Wert darauf, dass die von Ihnen gewünschten Informationen entsprechend fundiert aufbereitet werden und ich befürchte, dass ich Dank der Überforderung von Frau K. zu wenig Zeit habe, ihnen die Unterlagen erst in einer Woche in der gewohnten Qualität präsentieren kann.

Gleichzeitig nehme ich diese Verzögerung zum Anlass um Sie über einen Umstand zu informieren, der nicht nur mir sondern bestimmt auch Ihnen Sorgen bereiten wird. Ich beobachte seit geraumer Zeit, dass Frau K. ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen ist. Frau K. arbeitet unkonzentriert und ich habe es mir, zum Wohle des Unternehmens und um Frau K. nicht in Verlegenheit zu bringen, zur Aufgabe gemacht, ihre Arbeit auf Mangelhaftigkeit zu überprüfen. Leider musste ich feststellen, dass der Schaden, sofern ich nicht für entsprechenden Korrekturen gesorgt hätte, beachtlich gewesen wäre. Die entsprechenden Zahlen entnehmen Sie bitte der beigefügten Tabelle.  Nachdem Frau K. auch nicht mehr in der Lage ist, Aufträge wie das Versenden von Terminen und Verständigen über Arbeitsaufträgen ist, sehe ich mich gezwungen, Sie über meine Beobachtungen zu informieren.

Professionalität sollte immer im Vordergrund stehen. Ich habe die Befürchtung, dass diese im Rahmen der Zusammenarbeit mit Frau K. nachhaltig und nicht mehr im Sinne unseres Anspruches an Qualität, gefährdet ist.

Nachdem Frau K. nicht in meiner Personalverantwortung liegt, bitte ich Sie dafür zu Sorgen, dass unser Ruf und unser aller Bestreben nach qualitätsvoller Dienstleistung durch überforderte Mitarbeiter nicht weiter belastet wird.

Mit freundlichen Grüßen

Herr K.